R.I.P. Clive Burr

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Es ist eine unfassbare Ironie des Schicksals, die sich am 12. zugetragen hat: Ich hatte spontan begonnen, mir wieder die alten Klassiker von Iron Maiden anzuhören und schliesslich ein Review des Debütalbums online gestellt. Kaum einen Tag später erfuhr ich die schockierende Nachricht: Clive Burr, Drummer auf den ersten drei Alben der Jungfrauen, ist an exakt jenem Dienstag an den folgen seiner langjährigen Erkrankung verstorben.

Burr war nicht einer dieser „Drummer auf der Schleudersitzposition“, wie es bei vielen Bands der Fall ist. Hinzugekommen war er zwischen den „Soundhouse Tapes“ und dem Debütalbum. Mit ihm zusammen spielten sich Maiden nach oben, der Durchbruch kam mit dem dritten Werk, „The Number of the Beast“. Leider trennten sich die Wege von Burr und der Band in jenem Jahr, 1982,  weil dieser mit dem exzessiven Touren nicht mehr zurecht kam. Ersatz war in der Person von Nicko McBrain schnell gefunden, seither blieb die Position des Schlagzeugers unverändert. Obwohl man zugeben muss, dass McBrain rein technisch gesehen überlegen ist, attestieren Clive Burr bis heute alle ehemaligen Mitmusiker diese einzigartige, nicht erlernbare Sache: Feeling. Was könnte dies besser beweisen als ein Songbeispiel aus jener Zeit? Hört euch nur dieses Intro an, das gleich nach dem gesprochenen Teil folgt:

Nach seinem Ausstieg bei Maiden versuchte Burr sich bei verschiedenen Bands, zunächst bei Trust, wo er passenderweise den eben erst zu Iron Maiden abgewanderten Nicko McBrain ersetzte. Es folgten mehrere kurzlebige Engagments und der Versuch einer NWoBHM-Supergroup, der unter anderem Ex-Maiden Sänger Paul Di’Anno und der spätere Maiden-Gitarrist Janick Gers angehörten. Das Glück jedoch blieb aus, denn das Schicksal hatte andere Pläne: Clive Burr sollte nicht für seine Grosstaten mit Iron Maiden belohnt werden, stattdessen kam die Diagnose MS. Es war der Beginn eines langen Kampfes. Es wurden unter dem Namen „Clive Aid“ Charity-Events gegen die Krankheit organisiert, woran sich auch Iron Maiden beteiligten, welche auch nach der Trennung stets ein gutes Verhältnis zu ihrem Ex-Drummer gehabt haben. Nachdem er die letzten Jahre im Rollstuhl verbringen musste, verstarb Clive Burr nun an den Folgen seiner Erkrankung. Er wurde nur 56 Jahre alt.

Maiden hinterliessen folgendes Statement:

„This is terribly sad news. Clive was a very old friend of all of us. He was a wonderful person and an amazing drummer who made a valuable contribution to Maiden in the early days when we were starting out. This is a sad day for everyone in the band and those around him and our thoughts and condolences are with his partner Mimi and family at this time.“

Behalten wir Clive Burr also in Erinnerung, wenn mir uns die unsterblichen Frühwerke von Iron Maiden anhören. Rest in Peace!

by Andypanther

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