Die 5 sinnlosesten Gamer-Tics

Das Games unlogisch sind, wissen wir ja schon länger. Aber eigentlich muss man auch mal sein eigenes Zockerverhalten betrachten: Machen unsere virtuellen Handlungen wirklich Sinn? Ich habe deshalb mal die 5 unsinnigsten Tics von uns Zockern angeschaut:

5: Move-Spaming

Stundenlanges Rollen in Zelda, ein Klassiker! Das ist nur eines der bekanntesten Beispiele von sinnlosem Move-Spaming. Egal ob die Technik jetzt wirklich eine schnellere Fortbewegung ermöglicht oder nicht, sie wird permanent eingesetzt. Beliebt sind besonders Dauerspringen (Bunny Hopping) und schnelle Attacken aller Art, die sich gut während des Laufens ausführen lassen. Würde man alle Beispiele auflisten, könnte man Seiten füllen. Um bei Zelda zu bleiben: Rollen IST in den N64 und Gamecube-Teilen schneller als normales Laufen, das konnten TASer beweisen…

4: Holzschwert gegen Boss

Man hat also endlich das legendäre Schwert, welches man so lange gesucht hat, den High-Level Zauber für den man so viel gegrindet hat, den Skill an der Spitze des Skilltrees. Doch was benutzt man gegen den nächsten grösseren Gegner? Das beschissene Kurzschwert aus dem Tutorial. Aus irgendeinem Grund befriedigt es manche Spieler nämlich viel mehr, einen mächtigen Gegner mit kleinen Stichen langsam und qualvoll zu töten, anstatt mit den stärksten Items draufzuhauen. Warum sonst würde es Challenges wie „Rattfratz only“ in Pokémon, „Holzschwert Runs“ in Zelda, oder Faustkampfcharaktere in Elder Scrolls geben? Eben, weil es einfach Spass macht, seine Gegner zu demütigen! Und ich muss jetzt Fallout 3 spielen und Supermutanten mit dem Luftgewehr jagen…

3: Sammelwut

Im Grunde sind Games wie RPGs nur so erfolgreich, weil sie zwei Grundbedürfnisse befriedigen: Jagen und Sammeln. Von keinem davon kann ein Gamer genug kriegen, egal ob alle Verbrauchsitems schon auf Maximum sind oder ein bestimmtes Monster auf diesem Level keinen einzigen Punkt Erfahrung mehr geben kann. Das gilt insbesondere fürs Sammeln. Liegt irgendwo ein Item, muss es eingesammelt werden, das ist ein Instinkt. Es. Muss. Einfach. Sein. Eine Extremform davon ist, in einem Shooter bereits das Maximum an Munition zu haben, vor einer Munitionskiste zu stehen und deswegen extra einen Schuss abzufeuern um sie einsammeln zu können.

2: Den RNG-Gott beeinflussen

„Drücke B exakt in dem Moment wenn der Ball das Pokémon berührt und es wird zu 100% gefangen!“ war nur einer der vielen B Knopf-Strategien für Pokémon. Welches Spiel auch immer man gerade zockt, sobald man auf den Random Number Generator hoffen muss, kommen alle Arten von Zaubertricks ins Spiel. Egal wie absurd sie klingen, egal wie sehr einem eigentlich rational bewusst ist dass es nicht funktioniert, man versucht es trotzdem. Aus diesem Grund ertappe ich mich noch heute dabei, wie ich bei Pokémon den B Knopf mashe, sobald der Ball das Monster berührt. ES FUNKTIONIERT NÄMLICH! IHR MASHT DEN KNOPF BLOSS NICHT SCHNELL GENUG!

1: „Too awesome to use“

Jetzt mal ganz ehrlich: Wer hat damals in Pokémon den Meisterball auch wirklich benutzt? Wollte man ihn nicht immer aufsparen, auf eine bessere Gelegenheit warten, bis dann irgendwann alle legendären Pokémon mit Standard-Bällen gefangen waren? Das ist das „Too awesome to use“ -Phänomen, eine wahrlich sinnlose Verhaltensweise tausender von Gamer. Sobald in einem Spiel (meistens sind es Rollenspiele) einmalige Verbrauchsitems vorkommen, ist die Chance hoch dass diese innerhalb des Spielverlaufs im Inventar vergammeln. Einzigartiger Einmal-Zauberspruch? Wird aufgehoben. Einzigartiger Heiltrank? Wird aufgehoben. Das geht dann so weit, dass die anfangs wirklich lebensrettende Trank-Rarität ein paar Level später ihre Nützlichkeit verloren hat. Spätestens dann regt man sich natürlich darüber auf dass man das Ding nie benutzt hat. Aber was passiert dann kurz darauf mit dem nächsten gerade erbeuteten einmaligen Verbrauchsitem? Direkt in die ewige Vergessenheit des Inventars.
Dieser Webcomic bringt es ziemlich schön auf den Punkt.

Kennt ihr noch mehr sinnlose Gewohnheiten aus Games? Lasst es uns wissen!

by Andypanther

5 Antworten zu “Die 5 sinnlosesten Gamer-Tics

  1. Pingback: Allgemeine Artikel - Seite 4

  2. Die Nummer 1 kenne ich auch.. am Ende rege ich mich dann wirklich drüber auf, es nie benutzt zu haben *g*

  3. Das Schlimmste daran: Wieviele Male bin ich in Diablo 2 gestorben, weil ich meine grossen Regenerationstränke nicht aufbrauchen wollte, weil sie ja so mühsam zusammenzukriegen waren! -_-

  4. Oder: Immer aus dem Level ausbrechen wollen. Das klappt 1x in 25 Spielen – vielleicht. Oder alles zerstören wollen!
    Oder speziell bei mir: Der „Perfektions- & Ordnungswahn“. Alle Pokémon nur mit Pokébällen fangen, damit das Bild einheitlich bleibt. Natürlich muss auch jede Charakteristik des Taschentierchens zur perfekt zur Strategie passen. Folglich wird das Spiel so oft neu begonnen, bis bereits das Starter-Pokémon die richtige Charakteristik aufweist.
    Weiter werden in Skyrim alle Items schön sortiert. Alle Zutaten in eine Truhe , alle Handwerksmaterialien in eine andere Truhe und alle Tränke in eine weitere… Ich kann das Spiel auch nicht verlassen, ohne vorher allen Schrott verkauft, alle Items verräumt und an einem sicheren Ort nach beenden der Quest gespeichert zu haben.
    Nein, ich will keinen Psychiater!

  5. haha , ich sehe mich jetzt auch schon wieder wie ich in BF oder egal in welchem Shooter alles sammeln muss und klar habe ich schon mal bei max. Munition eine abgefeuert nur damit ich eine ganze Kiste wieder aufnehmen kann 🙂 Egal ob gerade der Feind kommt, ich habe meine Kiste!!

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