Californication – Wenn Alkoholsucht salonfähig wird

I’m californicated!

Schon länger ist es her, da habe ich mir vorgenommen, für meine Lieblingsserie (sehr knapp vor The Big Bang Theory) in Form eines Textes eine Lanze zu brechen. Wie der Titel unschwer erkennen lässt, handelt es sich hierbei um Californication, ursprünglich ausgestrahlt auf Showtime und mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum verbreitet. Indessen steht in den USA bereits Staffel 5 in den Startlöchern, während wir uns noch mit der vierten Staffel begnügen müssen

Vielfach wird die Serie simpel als „männliches Pendant zu Sex and the City“ beschrieben. Auf den ersten Blick ist Californication intellektuell zwar nicht wirklich anspruchsvoller, bietet auf den zweiten jedoch den besseren Humor, mehr Unterhaltung und natürlich interessantere Inhalte, was vielleicht am Stichwort „männlich“ liegen könnte…

Auf die Handlung möchte ich nur knapp eingehen. Der Protagonist, Henry James „Hank“ Moody, versucht als ehemals erfolgreicher Schriftsteller seine Karriere, seine Freunde sowie natürlich seine Familie unter einen Hut zu bringen, was ihm alles andere als leicht fällt. Serientypisch stolpert er ständig über neue Probleme. Als Beispiel wäre da der Sex mit einer Minderjährigen zu nennen, was sich durch mehrere Staffeln zieht. Weiter versucht er ständig, seine zerbrochene Beziehung mit seiner Exfreundin Karen wieder hinzubiegen, was regelmässig scheitert. Soviel dazu. Klingt simpel, ist beim Selberschauen jedoch um einiges interessanter.

Was die Serie jedoch ausmacht, ist nicht die reine Handlung. Für mich lebt diese Show einzig und allein vom Protagonisten Hank, der übrigens von David Duchovny (Akte X) gespielt wird. Einerseits ist er die manifestierte Coolness. Er hat einen freien, kreativen und relative gut bezahlten Job mit genügend Freizeit, um flexibel zu sein und nebenbei allerlei Abenteuer zu erleben, welche geradezu vom Himmel fallen. Frauen kriegt er mit links rum und sogar das Rauchen sowie eine leichte Alkoholsucht werden durch ihn schon fast wieder salonfähig. Ein Vorbild also? Fast. Wer den Charakter verfolgt, merkt bald, dass er mit so einigen Problemen zu kämpfen hat. Die Beziehung zu seiner geliebten Exfreundin sowie zu seiner Tochter hinkt. Er versucht lediglich ein normales Familienleben zu führen und scheitert am laufenden Band, sein Herz bleibt gebrochen. Das klingt doch schon weniger erstrebenswert. Genau diese Dualität des Hauptakteurs macht für mich den Reiz der Serie aus.

Kurz und knapp: Die Qualität der Serie lässt sich schlecht in Worte fassen. Werft jedoch einen Blick drauf und gebt ihr eine Chance. So tat auch ich es und bis heute bereue ich keine investierte Minute.
Staffel eins bis drei sind bereits auf DVD erhältlich. Auch im Free TV läuft die Serie auf diversen Sendern und natürlich existieren noch immer diverse Onlineplattformen, welche die Serie kostenlos zum Download bzw. Stream anbieten.

by Joey the Hobbes

Eine Antwort zu “Californication – Wenn Alkoholsucht salonfähig wird

  1. Erst war er im wirklichen Leben in Sextherapie, jetzt spielt er den leichten Alkoholiker, Frauenversteher und Raucher? Das ist zumindest authentisch, mehr als der coole Akte X – Beamte…

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