Neue Studie zu Gewaltspielen: Spiele machen nicht aggressiver.

Spiele und Gewalt sind ein Dauerbrenner in allen Medien, Vorurteile sind da schnell gemacht. Besonders konservative Politiker auf der ewigen Suche nach Wählerstimmen sind sich selten zu schade, sofort nach Verboten zu schreien ohne sich wirklich mit der Materie befasst zu haben. Da mich dieses Thema als leidenschaftlicher Zocker natürlich nicht kalt lässt, interessieren mich neue Episoden in dieser Debatte immer. So auch die neue Studie dazu, die von Wissenschaftlern zweier deutscher Universitäten durchgeführt wurde.

Für diese Studie wurden insgesamt 324 Schüler im Alter zwischen 8 und 12 Jahren während eines Jahres zweimal zu ihren Spielgewohnheiten befragt. Zuvor befragten die Forscher das Umfeld der Kinder zu deren Verhalten, etwa ob sie in der Vergangenheit schon durch aggressives Verhalten aufgefallen waren.

Ergebnis: Von vornherein zu Aggressivität neigende Schüler zeigten tatsächlich eine Vorliebe für gewalttätige Spiele. Allerdings konnte eine Steigerung der Aggressivität nicht nachgewiesen werden, genauso wenig, wie dass ruhigere Kinder durch Ausprobieren solcher Spiele leicht eine Vorliebe dafür entwickeln.

Das bedeutet also, dass die Geschichte vom Klosterschüler, der durch Ego-Shooter zum potenziellen Massenmörder wird, als das Märchen entlarvt wird, das es immer war. Die Tatsache, dass GTA und co. in erster Linie schlecht für diejenigen sind, die von Anfang an psychische Probleme haben, wird hier ebenfalls bestätigt.

Auf der anderen Seite betonten die Forscher aber auch, dass sich diese Erkenntnisse ausschliesslich auf die von ihnen befragte Altersgruppe beziehe und für ältere Spieler negative Auswirkungen brutaler Spiele belegt seien. Munition für die Verbotslobby bleibt also nach wie vor bestehen.

Somit sind wir also gleich weit wie vorhin: Wir wissen, dass Pixelblut nicht einfach so plötzlich unschuldige Kinder verdirbt; wir aber wissen aber auch, dass es immer die gleichen Kreise sind, die auf Blood & Gore abfahren . Ebenso wissen wir, dass viele Spiele absolut nicht in Kinderhände gehören.

Der Kampf um unser Hobby geht also weiter, weshalb ich an dieser Stelle einmal mehr auf unsere Partnerin GameRights verweisen möchte. Dort findet ihr alles, was ihr zu dem Thema wissen müsst und bekommt auch die Möglichkeit, euch aktiv für eine verantwortungsvolle Spielepolitik einzusetzen.

Gaming is not a crime!

by Andypanther

Eine Antwort zu “Neue Studie zu Gewaltspielen: Spiele machen nicht aggressiver.

  1. Pingback: Allgemeine Artikel

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s