Thor

Der Sommer ist da, was nicht nur bedeutet, dass wir alle endlich wieder aktiver werden und uns hinausbewegen. Nein auch die Saison der Blockbuster liegt vor uns, nachdem der März und April voll mit Füllerfilmen war.

Und wie in 2008 und 2010 starten die Marvelstudios die Saison mit einem Superhelden Blockbuster: Thor.

Seit 2008 sind die Marvelstudios direkt verantwortlich für die Comicadaptionen, die noch nicht von anderen Firmen verfilmt wurden (X-Men und Spider-Man beispielsweise). Seit 2008 bemüht sich das Studio eine Handlung aufzubauen, die 2012 letztendlich zu dem Megaprojekt „Avengers“ führen wird, in dem Iron Man, der unglaubliche Hulk, Captain America, Hawkeye und last but not least Thor gemeinsam auftreten werden.

Der Start ist ihnen zweifelsohne gut geglückt: Iron Man wurde ein Riesenerfolg und zählt mittlerweile zu den besten Comicadaptionen. Der Neustart von Hulk war hingegen weniger erfolgreich und die letztjährige Fortsetzung von Iron Man war zwar kein schlechter Film, fühlte sich jedoch eher wie ein 2 Stunden Werbespot für Avengers an, als eine eigenständige Handlung.

Die Erwartungen gingen nach Iron Man 2 deutlich zurück und als nächster Film stand Thor am Horizont: eine Geschichte über einen Gott, der gegen Frostgiganten in den Krieg zieht.

Scheinbar das Rezept für eine riesige Katastrophe, doch Thor schafft es zu überraschen. Der Film ist ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung und schafft es 2 Stunden lang Popcornvergnügen zu bereiten.

Wie kann ein Film über Götter interessant sein?

Kurioserweise liegt die Stärke von Thor in den Szenen, die im mythologischen Asgard spielen. Gleich zu Beginn als Thor, sein Bruder Loki und seine vier (leicht gesichtslosen) Freunde in den Kampf gegen die Frostriesen ziehen, ergreift einen die Abenteuerlust.

Thor und die anderen werden klugerweise nie als Götter bezeichnet, vielmehr sind sie Wesen aus einer anderen Welt/Dimension/Galaxis, die Kräfte besitzen, welche sie in unseren sterblichen Augen gottgleich erscheinen lassen. Doch Thor ist ebenso eine Person wie jeder andere Superheld, hat dementsprechend Konflikte und ist alles andere als ein alles sehender, unbesiegbarer Gott.

Die Welt von Asgard ist bunt und faszinierend, die Kostüme bei Weitem eindrucksvoller als sie auf den Postern oder in der Vorschau den Anschein machen. Die Fantasy Umgebung macht es einfacher diese Charaktere zu akzeptieren, was überdeutlich wird sobald Charaktere aus Asgard in der „realen Welt“ erscheinen und aussehen wie unterbezahlte Schauspieler, die man von der Bühne geworfen hat.

Das Gute

Die Stärke des Films liegt im Konflikt der beiden Brüder Thor und Loki. Beide sehr gut verkörpert von Chris Hemsworth und Tom Hiddleston. Allen Schauspielern und auch dem Regisseur Kenneth Branagh sollte hier ein großes Lob ausgesprochen werden, denn dieser Film nimmt Thor ernst.

Egal wie schief Leute die Poster ansehen, es gibt keinen Moment mit ironischem Augenzwinkern in die Kamera. Hemsworth ist immer Thor und glänzt in der Rolle des arroganten Gott des Donners, der auf die Erde verbannt wird, um Demut zu lernen – was unter anderem zu einigen herrlich lustigen Szenen führt, in denen Thor nicht glauben kann, dass er nicht wie ein Gott behandelt wird.

Das Schlechte

Leider wirkt der Teil des Filmes, der auf der Erde angesiedelt ist (mit Natalie Portman als zwanghaft hinzugefügte Liebe für Thor) sehr zahm und zurückgehalten. Sobald wir uns auf der Erde befinden begibt sich Thor auf den standardmäßigen Pfad vieler Superhelden Filme und so ziemlich jede Szene ist absehbar: So bewegt sich Thor in einer Spirale der üblichen Formeln, Selbstzweifel, Lektion des Tages und so weiter bis es zum erwarteten Endkampf kommt.

Kurz gesagt:

Man muss Marvel gratulieren, dass sie es geschafft haben Thor erfolgreich auf die Leinwand zu bringen.

Wer sich nicht sicher ist, ob dieser Film irgendetwas taugt, der sollte guten Gewissens ins Kino gehen. Der Film erfindet zwar das Rad nicht neu, macht aber andererseits auch wenig falsch.

Thor ist nicht der frische Wind, der Iron Man war, noch kann er sich mit dem Schwergewicht des Genres – The Dark Knight – vergleichen. Er ist durchaus einen Kinobesuch wert – am Besten in 2D (Thor wurde nicht mit 3D Kameras gefilmt, sondern im Nachhinein konvertiert, um mehr Geld aus unseren Taschen zu saugen).

Für eine sehr detailierte Kritik hier klicken.

by FLIPTHETRUCK

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