Scream 4

Elf Jahre ist es nun her, dass der Mörder Ghostface das Leben von Sidney zur Hölle gemacht hat und obwohl Scream 3 versprach, den dritten Teil einer Trilogie zu https://nerdybynerds.ch/2011/04/27/scream-4/#respondbilden und als Ende für die Serie zu fungieren, ist diese Regel nur ein leeres Versprechen geblieben, denn in einer Zeit, in der jede nur erdenkliche Horror-Ikone wieder aufgewärmt und halbherzig auf die Leinwand geworfen wird, kann es nicht lange dauern, bis:


Die Handlung von Scream 4 spielt sich wieder in Woodsboro ab, dem kleinen Ort, an dem die Ereignisse des ersten Scream Films stattgefunden haben. Sidney Prescott (Neve Campbell) kehrt zurück, um ihr Buch vorzustellen, in dem sie ihre Erlebnisse der ersten drei Teile verarbeitet hat.

Gail „Weathers“ Riley (Courteney Cox) und Dewey Riley (David Arquette) sind ebenfalls wieder hier und vervollständigen das bekannte Scream-Trio, doch die Wiedervereinigung ist nicht von langer dauer, denn ein neuer Ghostface treibt sich herum und eine neue Genration spielt auch nach neuen Regeln!

Das Gute:
Im Gegensatz zu anderen Remakes ist Scream 4 frisch und spannend. Im Gegensatz zu Freitag der 13. und Nightmare on Elm Street handelt es sich hier nicht um eine 1 zu 1 Wiederholung des Originals (nur schlechter), sondern um eine Fortsetzung, die sich bemüht die Identität des Killers so sehr zu verheimlichen wie möglich.
Hinzu kommt, dass die Dynamik des Films vor allem gegen Ende so oft und merkwürdig wechselt, dass wir jenes „kennen wir schon, standard-Ende“-Gefühl nicht ganz empfinden.
Ich selbst hätte bereits 10 Minuten vor Ende geglaubt der Film sein nun vorbei.

Die Rückkehr der ursprünglichen drei Überlebenden wirkt wie ein schützender Mantel, der den Film davor bewahrt ein langweiliges herzloses Remake zu werden.

Die Tatsache, dass es in Woodsboro ist, führt dazu, dass Scream wieder die  Glaubwürdigkeit zurückgewinnt, die die Serie im dritten Teil verloren hat. Leute, die in einer Kleinstadt verfolgt werden, sind für die Zuschauer interessanter als Hollywoodstatisten, die in einer Kulisse getötet werden während Hollywoodbosse Hollywoodparties feiern (subtil).

Hinzukommt ein brillianter Einstieg, bei dem der ganze Kinosaal in Gelächter ausbrach.

Das Schlechte:
Scream-Filme sind Parodien des Horror Genres, doch wenn sie richtig gemacht werden, sind sie auch ernsthaft und manchmal sogar gruselig (Scream 1, 2). Scream 4 hat hin und wieder solche Momente, doch die Satire überwiegt und mehr als einmal wird ein dramatischer Moment verwendet, um einen Gag zu bringen, der zwar lustig ist, den aber ein normaler Mensch in dieser Situation nie sagen würde.

Die neue Scream-Generation gibt sich zwar Mühe und es sind einige gute Rollen dabei, doch die Tatsache bleibt, dass sie nicht das Charisma der alten Generation besitzen. Sidney hat weiterhin den meisten Charakter in dieser Serie, insofern sind ihre Aktionen und Reden um einiges interessanter als die der neuen Jugendlichen.

Kurz gesagt:
Für Fans der Scream Reihe ein definitives must-see.
Für normale Kinogänger zwar nicht die größte Erfüllung ihres Kinolebens, aber doch zwei unterhaltsame (teilweise sehr lustige) Stunden.

Wenn du ein Fan der Reihe bist, würde ich empfehlen, viele andere Screamfans mit ins Kino zu nehmen und eine gute Zeit zu haben.
Zwar waren in meinem Kinosaal nur zwei Ghostface-Mörder-Kostüme, aber allein das hebt schon die Stimmung und macht richtig Lust auf Scream.

Scream 4 erscheint am 5. Mai im deutschsprachigen Raum.

Für eine ausführlichere Kritik (englisch) einfach hier klicken.

by FLIPTHETRUCK

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