Mario, back to the roots!

Super Mario 64 – ein zeitloser Klassiker! Als eines der ersten 3D Jump ’n‘ Runs seiner Art, setzte es neue Standards. Sei es durch die vielfältigen, kombinierbaren Moves, die frei justierbare Kamera oder die für damalige Verhältnisse fantastische Optik. Den Spieler erwarten 15 weitläufige Levels voller gut ausbalancierter Herausforderungen, mit dem Ziel, an die begehrten Sterne zu kommen. Wer erinnert sich nicht an den Kampf mit König „Nie wird es dir gelingen, mich von hinten zu packen und zu werfen!“ Bob-Omb , die Rennen mit Koopa, die Geisterjagd im Spukhaus oder die Bowser-Levels, welche zu 95% aus Abgründen oder Lava bestehen. Eine ganze Gamer-Generation, mich eingeschlossen, zählt diese Dinge zu ihren ersten Erfahrungen mit Videospielen. Manche mögen im Laufe der Zeit in der virtuellen Welt andere Wege gegangen sein, trotzdem bleiben diese Erinnerungen bestehen.

Inzwischen gibt es ja bekanntlich drei Nachfolger in 3D, plus ein Remake. Dabei haben die Fortsetzungen eines gemeinsam: Sie folgen einer Thematik. Mario Sunshine mit dem Insel-Setting und dem Wasserkanonen-Gameplay und die Galaxy-Teile, dem Namen entsprechend im Weltall mit verrückten Physik-Spielereien. Was ich mir am meisten wünschen würde, wäre ein klassisches „back-to-the-roots Mario“ im Stil des N64-Teils. Einfach nur der berühmte Klempner und seine Sprungfähigkeiten, keine speziellen thematischen Extras oder Szenarios. Non-Lineares Gameplay nach dem Prinzip einer Oberwelt mit nach und nach freigeschalteten Levels, welche keine fixe Reihenfolge kennen. Die Moves sollten sich an – ihr könnt’s euch denken – Mario 64 orientieren, mit einigen Überraschungen in Form altbekannter Tricks. Infrage kämen etwa das Cape aus Super Mario World oder der Drehsprung aus Super Mario Land 2. Besonders wichtig wäre die Physik des Wandsprungs. Diese wurde nämlich – meiner Meinung nach – nie mehr so perfekt umgesetzt, wie in Mario 64, wo man wirklich jeden Millimeter des Sprunges bestimmen konnte -vorausgesetzt man hatte das nötige Können.

3D Jump ’n‘ Runs dürfte es an sich mehr geben. Weshalb ein solcher Mangel herrscht, ist mir ein Rätsel. Warum hat Rare kein „Banjo-Threie“ entwickelt? Warum kamen nach Rayman 3 nur noch Rabidds-Spielereien? Wo sind Crash, der dreidimensionale Donkey Kong oder gute 3D-Sonics im Stil der Dreamcast-Teile? Vielleicht wollen die Leute wirklich nur Shooter – in jeder erdenklichen Variation. Ist das ein Grund, nur noch dermassen wenige Spiele dieses Genres zu produzieren? Tatsächlich, Mario ist die letzte reine Jump ’n‘ Run-Serie in 3D mit konstant neuen Ablegern und hohen Verkaufszahlen! Das ist wirklich schade, denn mehr Konkurrenz würde unserem Lieblingsklempner definitiv gut tun. Und wer weiss, vielleicht käme dann auch irgendwann das „back-to-the-roots Mario“ …

by Andypanther

2 Antworten zu “Mario, back to the roots!

  1. In einem Artikel habe ich mal gelesen, dass der Endverbraucher gerne auf 2D – Jump & Runs zurückgreift, weil sie in ihrer Struktur so einfach sind. Man weiß, man muss von links nach rechts. Auch muss man sich nicht im Raum orientieren, wodurch die Gefahr wegfällt sich in zu verlaufen. Des Weiteren gelingen Sprünge auch leichter und Probleme mit der Kamera gibt es nicht.

    Persönlich finde ich 3D – Welten bei Spielen wie Red Dead Redemption oder GTA natürlich herrlich (denke da mit freudigem Grausen an die ersten GTA – Teile zurück [Stichwort: Vogelperspektive]). Aber ein 2D – Jump & Run zocke ich halt irgendwie lieber (Ausnahme ist da Psychonauts, für mich DAS 3D – Jump & Run [Grund ist der grandiose Humor und die Story]). ^^

    P.S.: an den Autor ein Dank für den interessanten Artikel. 🙂

    • Danke dass es dir gefällt. Ich freue mich immer wenn mein nerdiger Kram anklang findet 🙂

      Ich schätze man hat immer einen speziellen Blick auf diese Spiele und Genres, die man am längsten kennt. Darum wird das Spring-Genre für mich immer faszinierender bleiben als ein modernes Action-Adventure. Das ist übrigens auch ein Stichwort: Mit der gleichen Begründung (Kamera, Orientierung) könnte man auch bei diesem Genre argumentieren. Da spielt wohl einmal mehr der Zeitgeist mit…

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