Game Mythen: Luigi in Super Mario 64

In der zweiten Ausgabe von Game-Mythen befassen wir uns mit einem der drei grossen Mysterien des N64: Die Geschichte um Luigi in Super Mario 64, bekannt auch unter dem Namen „L is real 2401“. Wie jeder Mario-Fan weiss, war Luigi nicht in dem Spiel, und zwar auf keinerlei Weise. Egal, was ihr vielleicht im Internet gelesen habt, es ist zu 100% unmöglich ihn freizuschalten, es sei denn, ihr kauft das DS-Remake.

Aber was bedeutet „L is real 2401“? Nun, wie einige vielleicht wissen, gibt es im Spiel diesen kleinen Schlossgarten hinter der Lobby, von dem aus man später den Geisterlevel erreichen kann. Dieser Garten beherbergt, neben einer seltsam ruhigen, für das Spiel einzigartigen Atmosphäre, auch die sagenumwobene Sternenstatue. Auf deren Sockel befindet sich eine unscharfe Inschrift, die als „L is real 2401“ oder „L is real 2041“ interpretiert wurde. Ausgehend von dieser Inschrift wurden die verrücktesten Theorien und Mutmassungen angestellt. Hier eine Zusammenstellung der besten:

2401 mal [insert action here]

2401 mal um die Sternenstatue rennen? 2401 mal L drücken? 2401 mal das Spiel durchspielen? Das sind wohl die Lösungen die einem am ehesten einfallen, obwohl solche Dinge selten funktionieren, und mal ehrlich: Wer hat so viel Geduld das zu testen? Andere meinten, dass damit die Gesamtzahl von Münzen im Spiel gemeint sein könnte. Das Problem dabei ist jedoch, dass gesamthaft 2672 davon im Spiel zu finden sind. Näher kommt man immerhin, wenn man, von 2041 ausgehend, nur die Münzen in den 15 Hauptlevels nimmt. Dann wären es noch 2092.

Die Paper Mario-Theorie

Eine weitere interessante Lösung für das Geheimnis glaubten einige im US-Release von Paper Mario gefunden zu haben, anhand des Datums 4. Februar 2001. In der englischen Schreibweise kommt ergibt dies 2401. Nur: Diese Angabe ist falsch, da das Spiel erst am 5. erschienen ist. Ausserdem wird jeder Paper Mario-Besitzer bestätigen können, dass Luigis Rolle in dem Spiel nicht wirklich die grösste war …

Die Eternal Star-Theorie

Die Eternal Star-Theorie besagt, die Inschrift werde falsch gelesen. Nicht „L is real“, sondern schlicht „Eternal Star“ stehe da geschrieben, was auf den finalen Stern nach dem letzten Boss schliessen liesse und überhaupt gut zur Statue passen würde. Somit würde diese schlicht dem grössten aller Sterne huldigen.

The Lower Line

Manche Spieler waren der Meinung, dass nicht die bekannte „L is real“ -Inschrift entscheidend sei, sondern die kleinere darunter. Diese ist so klein und unscharf, dass eigentlich jedes „Lesen“ nichts als blosses Hineininterpretieren ist. Trotzdem entstand dadurch die Idee der Botschaft „Pit Mario xy“. Demnach müsse Mario in eine spezifische xy-Position im Spiel gebracht werden, um folglich Luigi freizuschalten.

Ocarina of Time

Nicht vielen ist bekannt, dass die exakt selbe Textur vom Sockel der Sternenstatue auch im Welthit Zelda: Ocarina of Time enthalten ist. Und das nicht einmal besonders versteckt, sondern im zweiten Dungeon im oberen Teil der Eingangshalle.

Warum Nintendo die identische Textur wiederverwendet hat, ist nicht bekannt. Man weiss, dass Ocarina of Time ursprünglich dieselbe Engine wie Mario 64 nutzte. Daher ist es gut möglich, dass gewisse Dinge daraus schlicht „recycelt“ wurden. Trotzdem wirkt es in diesem Fall schon etwas komisch, da es sich ja nicht um irgendetwas, das einem nur als Programmierer auffällt, handelt. Easter Egg, höherer Sinn oder schlicht Zufall? Immerhin, in einem Fenster in Zeldas Garten kann man Bilder von Mario, Peach, Yoshi, Bowser und ja, Luigi sehen …

Die Verbindung zum Geisterlevel

Der 5. Level, Big Boos Burg, kann bekanntlich nur durch diesen Garten erreicht werden. Sobald man genug Sterne besitzt, erscheinen zahlreiche Geister darin. Der grösste davon trägt den Level in Miniaturform in sich. Sobald er besiegt wird, kann man sich dem „Spielzeug“ nähern und wird sogleich in den Level gesogen. So weit, so gut. Spannender wird’s, wenn man den Level wieder verlässt. Stirbt Mario oder erringt einen Stern, kommt er nicht etwa durch den gleichen Weg, sondern geradewegs aus der Sternenstatue heraus. Für viele ist dies der Beweis, dass der Schlüssel zum Rätsel in der Geisterwelt verborgen sein muss.

Schlüssel ist ein gutes Stichwort, denn ein solchen gibt es dort tatsächlich! Tief im Code der japanischen Version befinden sich noch Daten zu einem goldenen Schlüssel, den der Boss des Levels ursprünglich in sich trug. Ursprünglich soll geplant gewesen sein, dass man mehrere solcher Schlüssel benötigt um die Türen innerhalb des Levels zu öffnen. Natürlich haben sich die Gamer ihre eigenen Gedanken dazu gemacht, für was man den Schlüssel einsetzen könnte …

Zusätzlich wäre da noch der mysteriöse Sarg im Geisterhaus. Dieser befindet sich zwar gleich neben der Eingangstür, trotzdem werden ihn aber nicht alle bemerkt haben, da man aufgrund der Kameraperspektive kaum die Wand auf dieser Seite sieht. Nur in der First-Person-Ansicht entdeckt man einen Holzsarg, einzigartig im Spiel und grösser als Mario selbst, angelehnt an die Wand. Aufgrund der Grösse haben viele auch an Peach gedacht, doch zusammen mit den anderen Hinweisen rund um den Level, wird gerne geglaubt, dass Luigi einst darin zu finden war.

Wie es sich für einen grossen Mythos gehört, wurde auch dieses Rätsel nie gelöst. Am wahrscheinlichsten wäre, dass sich Nintendo hier einerseits einen Scherz mit den Spielern erlaubt hat und der Rest reine Interpretation von zufälligen Begebenheiten ist. Auch hier wurden umfangreiche Untersuchungen des Codes unternommen, ohne einen Beweis zu finden. Bis auf das vermutete „L is real 2401“ gibt es kein Modell, keine Animation, keinen Sound und auch keine textliche Erwähnung von Luigi. Aber vielleicht ist das auch besser so, denn nur so bleibt der Mythos am leben …

by Andypanther

Eine Antwort zu “Game Mythen: Luigi in Super Mario 64

  1. Habe mich auch immer gefragt, was wohl hinter dem Text auf der Tafel steckt. ^^

    P.S.: Nebenbei ein Dank an eure Schreibknechte. Haben sie die Kategorie „Game-Mythen“ nicht zum Mythos werden lassen. ;D

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