TRVGW – Episode 5: „Die Warnung“

Conker konnte vielleicht aufdringlich sein, trotzdem mochte Ash die Rare-Crew. Sie gehörten zu den wenigen, die nicht durch Pilze, Geld oder einen guten Posten unter Nr. 1 käuflich waren.
Sogar Conker. Er mochte ein Alkoholiker sein, doch ausser Bier rührte er wirklich nichts anderes an. Er war tatsächlich genau so, wie ihn sich die Fans früher vorgestellt hatten. Darum war sein grosses Spiel auch so erfolgreich, da war nichts künstliches dran.
Banjo und Kazooie waren ebenfalls unbestechlich. Sie zogen dieses Leben einem lukrativen Schreibtischjob unter den Oberen vor, bei welchem man seine Seele verkaufen musste. „Okay, bringen wir’s hinter uns …“, dachte sich Ash, als sie schon fast beim Flughafen waren. Vielleicht würde die Sache mit dem alten Rothörnchen zusammen sogar einigermassen erträglich werden …
Durch einen Hintereingang betraten sie das Gebäude, wo sie bereits von einem Mitarbeiter aus Nr. 1’s engstem Umfeld erwartet wurden. „Mr. Ketchum, Ihre Maschine wartet bereits. Wir haben noch einiges zu besprechen.“ Der grosse Donkey Kong. Kaum zu glauben, dass sie ihm solch ein hohes Tier geschickt hatten. Er trug einen dieser schwarzen Anzüge, wie sie für die Leute von Nr. 1 typisch waren. In seinen Spielen mochte er wie ein wilder Affe wirken, aber in Wirklichkeit war er die Durchtriebenheit in Person. „Mr. Kong?“, sagte Ash verdutzt, schaffte es aber gerade noch in so anzusprechen. Häufig nannte er ihn versehentlich Donkey, was nicht sehr geschätzt wurde. „Folgen Sie mir!“ Er wollte loslaufen, doch schon blieb Kong wieder stehen. „Der Nager bleibt hier!“, sagte er und betrachtete Conker abschätzig. Dieser jedoch blieb ruhig. „Schon gut, zahmer Affe. Du verjagst sowieso nur die Ladies …“ Er wandte wollte gehen, drehte sich dann aber kurz um und sagte: „Kein Vorwurf an dich Ashie, du kannst nichts für den Clown hier. Man sieht sich!“ Na toll, dachte Ash, jetzt musste er die ganzen Cosplay-Girls, auf die alle so scharf waren, allein überstehen. Es dauerte nicht lange, bis er seine Fans auch schon sah. In Scharen drängten sie gegen Absperrungen und riefen ihm zu. Sie streckten ihm Packungen mit Pokemon-Spielen entgegen, die er unterschreiben sollte, oder präsentierten ihm ihre selbstgemachten Kostüme. Sie beteten eine Illusion an … Viel Zeit über sie nachzudenken oder sich um sie zu kümmern blieb Ash freilich nicht. Kong drängte ihn sehr bestimmt voran. Irgendwie kam er sich dabei mies vor. Trotz allem liebten ihn diese Kids …

Im Flugzeug fühlte er sich noch immer schlecht. Man musste ihn für einen arroganten Star halten, der sein Spiegelbild anbetete. So sehr er seine Rolle als Pokemon-Trainer auch hasste, seine Fans wollte er fair behandeln. Mit diesen Gedanken nickte er auf dem Sessel des Flugzeugs ein. Er war immer noch viel zu müde …
Ash hatte einen seltsamen Traum. Er lief durch einen Schlosshof, der zu einem Fenster führte, an dem Bereits jemand wartete. Irgendwie kam ihm dieser Ort bekannt vor, doch ihm blieb keine Zeit nachzudenken. Seine Füsse trugen ihn von allein weiter. Schliesslich kam er vor der Person zu sehen, die sich sogleich umdrehte und als eine ihm wohlbekannte Person zu erkennen gab. „Zelda?!“ „So ist es, Ash“, sprach Zelda ruhig, „ich bin hier um dich zu warnen.“ Verwirrt schaute Ash umher. Seit wann hatte er solch wirre Träume? „Hör zu: James war erst der Anfang. Sie werden euch alle austauschen. Du musst weg!“ „Nein, nein …“, stammelte er und schaute immer panischer umher. „Ich dreh jetzt wohl endgültig durch. Das ist nur ein verdammter Traum!“ „Bleib ruhig“, sagte Zelda und hob das Triforcesymbol in ihrer Hand. „Ich benutze die Kräfte, die mir verliehen wurden für diese Warnung. Bei deiner Ankunft wird es keinen Dreh geben. Sie werden dich verschwinden lassen!“ Es mochte bloss ein verrückter Traum sein, herbeigeführt von dem vielen Stress. Trotzdem wurde Ash kreidebleich bei diesen Worten, denn wer wusste schon, wo Charaktere hinkamen, derer sich Nr. 1 entledigen wollte … „Wenn du mir glaubst …“, fuhr Zelda fort, „dann folge in Tokio dem gelben Kaninchen.“ „Gelbes Kaninchen? Was soll das denn bitte bedeuten?!“, rief Ash, doch bereits begann der Traum zu verschwimmen. Zelda und der berühmte Schlosshof verblassten. „Was bedeutet das? Zelda?“

„Mr. Ketchum, es ist soweit. Wir landen. Machen sie sich bereit“, sprach Kong, ohne den Bklick von seiner Zeitung abzuwenden. Merkwürdig, Ash hatte keine Sekunde des Traums vergessen. Was auch immer dieser bedeutete, viel Zeit sich zu entscheiden blieb ihm nicht …

Fortsetzung folgt in Episode 6: „In den Kaninchenbau“

by Andypanther

Eine Antwort zu “TRVGW – Episode 5: „Die Warnung“

  1. Pingback: TRVGW – Episode 4: „Alte Freunde“ | Nerdy By Nerds

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